29. Dezember 2008
2009 - Provider protokollieren E-Mail-Daten und Telefongesprächsdaten
Wegen der sogenannten Vorratsdatenspeicherung (die im Jahr 2007 mit dem Ziel der Abwehr terroristischer Bedrohung von der EU beschlossen wurde) müssen ab dem 1 Jänner 2009 Internet Provider noch mehr Daten der Internetnutzer aufzeichnen. Bereits seit Jänner 2008 ist vorgesehen, dass Telefon- und Internetanbieter alle Verbindungsdaten speichern und mindestens 6 Monate aufbewahren. Obwohl Datenschützer protestierten und vor der Sammelgier warnten, kommen weitere Daten hinzu: die IP Adressen von Empfängern und Sendern von Mails als auch Beginn- und Endzeitpunkt der Internetnutzung sowie die Anschlusskennung (Telefonnummer, bzw. DSL Kennung).
Weiterhin noch nicht festgehalten werden muss der Dateninhalt der Mails und der Inhalt des Telefongespräches.
Nachdem tausende Bundesbürger per Eilantrag gegen die Vorratsdatenspeicherung waren wurde die Möglichkeiten allerdings etwas eingeschränkt. Demnach dürfen auf die gesammelten Daten nur dann (von Seiten der Behörden) zugegriffen werden, wenn eine schwerwiegende Straftat vorliegt und diese müsse durch Tatsachen belegt sein.
Tags: Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung
Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »
19. November 2008
Ein führender Anbieter von Sicherheitslösungen (Webroot) zeigte in einer neu veröffentlichen Studie auf, dass PC Benutzer große Mengen an Daten die auf ihren PCs gespeichert waren infolge von Hardwarefehler, fehlerhaften Software und menschlichem Versagen teils oder gänzlich verloren haben. Alleine im letzten Jahr „verschwanden“ pro Minute ~ 90 Computerdateien – insgesamt waren 46 Millionen Anwender betroffen.
Die meisten Anwender (rund 98%) benützen zwar Antiviren Programme und sogar 95 Prozent der User haben eine Firewall installiert. Jedoch nur 18% treffen Vorkehrungen für einen eventuellen Datenverlust - rund 20% der Befragten hatten noch nie Backups für Ihre persönlichen oder beruflichen Daten erstellt.
Meistens sind diese Daten unwiderruflich verloren und nur bestenfalls mit einem (erheblichen) finanziellen Aufwand rekonstruierbar.
Daher ein Überblick über die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen:
Installieren Sie Sicherheitssoftware. Ein guter Viren, Spyware- und Firewallschutz sollte zumindest zur Verfügung stehen - dies vermindert Online Bedrohungen als auch Systemschäden.
Führen Sie auf jeden Fall automatische Backups durch. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass zwar Backup Programme installiert waren jedoch häufig darauf vergessen wurde.
Nicht zwingend sicher sind kostenlose Bild- oder Dateiarchive im Netz – verlassen Sie sich nicht 100%tig auf diese Anbieter und sichern Sie Ihre Daten zusätzlich.
Führen Sie ebenso auch Backups für Ihre Laptops und sonstigen (Mobil-) Geräte durch - gerade bei diesen Geräten ist das Risiko von Verlust (Diebstahl u.a.) erheblich höher.
Vermeiden Sie unbedingt Verhaltensweisen die Daten gefährden (skeptische Einstellung gegenüber Mail-Anhänge von unbekannten Absendern, Downloads von nur vertrauenswürdigen Webseiten u.a.
Veröffentlicht in Allgemein | Keine Kommentare »